Rechtstipp

Mitverschulden eines Motorradfahrers wegen Verzichts auf Schutzkleidung
Selbst auf kurzen Strecken sollten Motorradfahrer eine Schutzkleidung tragen. Der Oberste Gerichtshof hat eine Sorglosigkeit eines Motorradfahrers in eigener Sache bereits bei einer Strecke von nur 5 km vom Arbeits- zum Wohnort angenommen, da er keine Schutzkleidung trug.

Aufgrund dieser Eigengefährdung trifft den Motorradfahrer ein Mitverschulden an den Verletzungen, die er bei einem fremdverschuldeten Unfall erleidet.

Der Oberste Gerichtshof hat im konkreten Fall das Schmerzengeld für jene Folgen, die bei Verwendung einer Schutzkleidung vermieden worden wären, um 25 % gekürzt.

Es ist daher Motorradfahrern dringend anzuraten, auch bei noch so kurzen Strecken eine Schutzkleidung zu tragen.


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